Kombinationshindernisse (Stangentraining)

Viele Wege führen zum Ziel. Dementsprechend kannst du nach Lust und Laune die Stangen miteinander kombinieren. Achte jedoch auf den korrekten Abstand. Wichtig bei der Arbeit mit Pferden ist, dass du und dein Pferd motiviert seid und immer wieder neue Dinge ausprobiert.

Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wichtig für das Training von Kombinationshindernissen ist jedoch die vorangegangene Arbeit. Beginne mit diesen Übungen erst, wenn dein Pferd die Trabstangen auf gerader und gebogener Linie korrekt ausführen kann, da die folgenden Übungen sehr viel Muskelkraft benötigen.

Es gibt viele Möglichkeiten und viele kreative Lösungen, Kombinationshindernisse aufzubauen. Um die richtigen Kombinationen für dein Pferd zu finden, solltest du dich unbedingt an dem aktuellen Ausbildungsstand deines Pferdes orientieren.

Beziehe dein Wissen aus den vorangegangenen Übungen und Hilfestellungen in deine Überlegungen mit ein. Wir haben dir die wichtigsten Fakten hier kurz übersichtlich zusammengefasst:

Hat dein Pferd einen geringen Ausbildungsstand oder fehlt ihm noch die Muskelkraft und Kondition, werden wahrscheinlich immer die einfacheren Übungen gut funktioniert haben.

Du solltest bei den Kombinationen nicht mehr als 4 Stangen pro Stangengassen aufbauen. Lasse genügend Platz bis zur nächsten Stangengasse, damit sich dein Pferd kurz erholen kann und du es wieder an die Hilfen stellen kannst. Auch die schwierigeren Übungen in dieser App kannst du mit deinem Pferd trainieren. Achte jedoch darauf, dass du die Übung so aufbaust, dass dein Pferd zwischen den kleinen Stangengassen genügend Zeit bekommt. Erweitere nach und nach über mehrere Wochen verteilt die kleinen Stangengassen.

Wenn Stangen über Eck liegend angeritten werden, benötigt dein Pferd eine gute Koordination und sollte sich gut einrahmen lassen. Lege die Über-Eck-Stangen nicht erhöht!

Bei beidseitig erhöhten Stangen oder Bodenricks sollte der Ausbildungsstand deines Pferdes schon sehr gut sein. Hierbei verbessert sich die Kadenz und die Muskelketten der unteren Verspannung werden aktiviert. Die Hinterhand kippt deutlicher ab und die Vorhand muss sich mehr anheben. Das Pferd sollte sich gut einrahmen lassen und gerade sein. Das Trainingsziel: Kondition und Muskeltraining stehen hierbei im Vordergrund.

Die einseitig im Wechsel erhöhten Stangen sind durch die Kreuze, die von vorne gesehen entstehen, gut, um dem Pferd zu helfen, einen mittigen Weg über die Stangen zu finden. Das Einrahmen fällt dem Reiter hierbei deutlich leichter. Um von flach gelegten Stangen zu beidseitig erhöhten Stangen zu wechseln ist dies ein guter Zwischenschritt.

Die einseitig außen erhöhten Stangen, helfen dem Pferd die äußere Schulter zu heben. Der äußere Schultergürtel wird gestärkt und hilft somit dem Pferd gerade zu werden. Es ist eine gute Übung, um Pferde gerade zu richten. Bei Pferden, die nach außen drängen ist dies eine gute Trainingsmethode. Lies dazu auch „Natürlich schief oder schon gerade?“ durch.

Die einseitig innen erhöhten Stangen helfen dem Pferd, die innere Schulter zu heben. Somit wird die korrekte Biegung verbessert. Bei Pferden, die nach innen fallen ist dies eine gute Trainingsmethode. Lies dazu „Natürlich schief oder schon gerade?“.

Mit einer guten Analyse des Pferdes und den damit verbundenen Tricks im Training können diese Kombinationshindernisse nicht nur viel Spaß beim Üben machen, sondern auch ein richtiges Stangen-Workout für das Pferd darstellen.

Trotzdem können auch hier immer wieder Schwierigkeiten auftreten. Da es sich meist um ähnliche Probleme handelt, haben wir ein paar Schwierigkeiten und deren Lösungen hier für dich zusammengestellt.

Lösungen bei eventuellen Schwierigkeiten:

Bei diesen Übungen können natürlich sehr viele Schwierigkeiten entstehen. Wechsle, falls dein Pferd Probleme hat, zu einer leichteren Übung oder verringere zunächst die Stangenanzahl. Außerdem kannst du die Übungen zunächst ohne Erhöhungen üben und später, wenn dein Pferd diese gut schafft, die Erhöhungen mit in dein Training integrieren.

Überfordere dein Pferd bitte nicht. Baue immer wieder Pausen ein.

Am sinnvollsten sind die Pausen, wenn dein Pferd die Übungen gut und korrekt gemacht hat – dann bleibt dein Pferd auch motiviert.

Pferde sind Gewohnheitstiere. Übe die gleiche Übung mehrmals und wiederhole die Übungen immer wieder. Auch wenn du schon fast alle Übungen in dieser App gelesen und trainiert hast, bringt es deinem Pferd sehr viel, die ersten Übungen immer wieder in deinen Trainingsplan mit einzubinden. Wechsle jedoch nicht täglich die Übungen.

Bekommt dein Pferd während des Trainings Probleme mit den langen Stangengassen, solltest du zunächst die Stangenanzahl reduzieren oder aber auch nochmals zu den einfacheren Übungen hier in der App springen und zunächst die Kondition und die Muskelkraft zu trainieren.

Drängt dein Pferd immer wieder nach außen, kann es sein, dass du dein Pferd nicht genügend mit den äußeren Hilfen einrahmst, schief sitzt oder aber auch, dass das Pferd eine Hilfe in Form von außen erhöhten Stangen benötigt.

Fällt dein Pferd nach innen kann dies auch von einem zu wenig innen treibenden Schenkel kommt, davon, dass das Pferd dem Training ausweichen möchte oder eben wie oben beschrieben eine Hilfe benötigt. Erhöhe in diesem Fall die Stangen einseitig innen.

Wird dein Pferd deutlich schneller zwischen den Stangengassen, kann dies bedeuten, dass dein Pferd zu wenig Muskelkraft besitzt. Meist können die Pferde ihre Muskulatur über einen so langen Zeitraum nicht korrekt anspannen und die Vorhand sackt in sich zusammen. Um weiterhin über die Stangen zu kommen, wird die Hinterhand nach hinten oben gestreckt oder verspannt sich und das Pferd wird schneller. Auch hier gilt eine langsame Steigerung des Trainings- und Schwierigkeitsgrades. Hilf deinem Pferd mit halben Paraden und genügend Regenerationsphasen.

Am meisten Spaß machen die Kombinationshindernisse zu zweit oder in einer größeren Gruppe. Zum einen geht der Auf- und Abbau schneller und zum anderen könnt ihr euch gegenseitig helfen. Jedoch sollten die Ausbildungsniveaus nicht zu unterschiedlich sein.

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Stangen-Workout – Fallbeispiel

Ein kleines Fallbeispiel:

 

Wir nennen unser Fallbeispiel im Folgenden „Pony“.

„Pony“ hat eine Vorerkrankung. Hinten rechts ein schon seit 2 Jahren ausgeheilter Sehnenschaden. Durch die lange Schonhaltung hat sich eine Schiefe entwickelt und die Rückenmuskulatur ist schlecht ausgebildet. „Pony“ kann sich schlecht nach rechts biegen und drängt somit immer wieder über die rechte Schulter. So können wir feststellen, dass links die hole Seite und rechts die Zwangsseite ist. Zudem ist die Hinterhand passiv und deshalb stehen die Hinterbeine sehr eng. Mithilfe des Unterhalses hilft sich „Pony“ die Vorhand anzuheben, da es das Brustbein nicht positiv anspannen möchte und sich somit verspannt. Durch die schlecht bemuskelte Hinterhand und verspannte Vorhand konnte sich der Rücken nicht ausbilden.

Bedingt durch die seit 2 Jahren regelmäßige Osteopathiebehandlung können Blockaden ausgeschlossen werden.

Der Trainingsplan von „Pony“ sieht neben normalem Reiten und Ausreiten das Stangen-Workout vor. Hier empfehle ich auf der rechten Hand die Übung 3.8. Stangen-Workout für Pferde, die nach innen fallen und auf der linken Hand die Übung 3.9. Stangen-Workout für Pferde, die nach außen drängen. (aus dem Buch: Stangen-Workout für Dressurpferde)

Um den Rücken zu schonen, jedoch das Bewegungsmuster zu verändern, wurde das Stangen-Workout an der Longe gewählt.

Als Hilfszügel wird eine „Longierhilfe“ verwendet. Diese hilft „Pony“ die Hinterhand einzurahmen und das aktive Abfußen der Hinterhand zu fördern. Zudem rahmt der Hilfszügel „Pony“ seitlich ein und hilft ihm die korrekte Haltung zu finden.

Schon nach 3 Trainingseinheiten zeichneten sich die ersten Trainingserfolge ab. Die Hinterhand wurde deutlich aktiver und die äußeren Muskelschlingen bildeten sich, der Unterhals wurde weniger und die Biegung rechts verbesserte sich deutlich.

Da „Pony“ einen starken Ponykopf hat, lernt er zwar schnell, weiß aber auch, wann es sich zu arbeiten lohnt und wann man sich auch mal „absinken“ lassen kann. Deshalb wurden nach und nach immer mehr Stangen für das Training genutzt. Nach einigen Trainingswochen wurde die Übung 3.10. in Kombination mit den schon genannten Übungen genutzt.

Nach mehreren Trainingswochen zeichnen sich vielversprechende Erfolge ab, da „Pony“ nun genügend Kraft bekommen hat, den neuen und gesunden Bewegungsablauf zu erlernen und auch außerhalb des Stangen-Workouts zu nutzen. Die Biegung verbesserte sich deutlich, die Hinterhand wurde merklich kräftiger und aktiver. Somit verbesserte sich die Rückenmuskulatur und das Brustbein konnte sich heben. Die Stangen-Workout-Übungen werden „Pony“ weiterhin begleiten. Nach und nach werden ein paar Trainingseinheiten durch Reitende Übungen ersetzt.

 

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Stangenarbeit Gangarten verbessern

 

Bevor du mit der Stangenarbeit beginnst, solltest du dein Pferd zunächst einmal analysieren. Auch während der Stangenarbeit solltest du dir dafür immer wieder Zeit nehmen. Weist dein Pferd die genannten Merkmale auf, solltest du dein Pferd von einem Fachmann behandeln lassen oder dir zumindest den Rat eines Fachmanns einholen.

Folgende Merkmale weisen auf Blockaden oder Verspannungen hin:

  • Verkrampfter Unterhals/hohe Halshaltung während des Trainings
  • Fehlende Halsbasis
  • Wenig Trapezmuskel, der während des Trainings nicht aufmuskelt
  • Falscher Knick
  • Feste Genickpartie
  • Muskelwülste entlang der Lendenwirbelsäule
  • Fetteinlagerungen an der Lende
  • Verkürzter passartiger Schritt
  • Viertakt im Galopp, der sich durch das Training nicht verbessert
  • Übertrieben breites oder enges Fußen der Hinterbeine
  • Hinterbeine, die nach hinten raustreten
  • Spitze Kruppe
  • Häufiges Stolpern, das sich durch das Training nicht verbessert
  • Sich auf die Hand legen
  • Verwerfen im Genick (öfters oder situationsbezogen)

Sofern keine Blockaden vorliegen, ermöglicht die Stangenarbeit eine Verbesserung dieser fehlerhaften Bewegungsmuster; jedoch falsch angewandt, kann die Stangenarbeit diese auch zusätzlich verschlimmern.

Wenn du während des Trainings bemerkst, dass dein Pferd eines der oben genannten Anzeichen entwickelt, solltest du sofort einen Fachmann zu Rate ziehen.

Überprüfe regelmäßig den Sattel! Während der Stangenarbeit kann sich das Pferd positiv entwickeln und der am Anfang noch gut passende Sattel im Laufe der Zeit zu eng werden.

Wann sollte die Arbeit mit Stangen nicht angewendet werden:

  • Nach Verletzungen, Sehnenschäden oder bei der Rehaphase eines operierten Pferdes solltest du zunächst den Rat des behandelnden Tierarztes einholen.
  • Wenn das Pferd Blockaden hat, die zunächst über einen Chiropraktiker, Osteopathen oder Physiotherapeuten gelöst werden müssen.
  • Bei chronischen Erkrankungen des Hufes oder Beines hole bitte den Rat eines Tierarztes ein.
  • Auch bei falschen Bewegungsabläufen, kann Stangenarbeit mehr schaden als helfen. Deshalb muss zunächst einmal immer ein korrektes Verwenden der Bewegungszentren im Mittelpunkt stehen.

Schrittstangen

Einen guten oder sehr guten Schritt erkennt man an einer durch den Pferdekörper fließenden Bewegung und einem gleichzeitig erhaltenen Fleiß. Wichtig sind hier die Schulterfreiheit und der vom Tempo abhängige Raumgriff. Das Pferd sollte deutlich mit den Hinterbeinen über die Spuren der Vorderbeine überfußen, dies ist jedoch vom Körperbau des Pferdes abhängig.

Fehlerhafte Reiterhilfen, fehlende Losgelassenheit und ein festgehaltener Rücken sind häufig Ursache für Taktstörungen. Auch Verspannungen oder die deutliche Schiefe des Pferdes können zu ungleichmäßigen Schritten führen.

Sofern von deinem Tierarzt oder Reitlehrer ein gesundheitliches Problem ausgeschlossen werden kann, sind Schrittstangen zur Verbesserung des Schrittes geeignet.

Wichtig hierbei ist ein Ausschluss der fehlerhaften Reiterhilfen. Dazu hast du unter „Reiterhilfen im Schritt“ schon etwas gelesen. Springe, wenn nötig, noch einmal zurück.

Mithilfe der Schrittstangen können Pferde Verspannungen lösen, fleißiges und raumgreifendes Schreiten und die verschiedenen Tempi (Mittelschritt, starker Schritt und versammelter Schritt) trainieren.

Störe dein Pferd so wenig wie möglich und versuche elastisch in der Mittelpositur zu werden. Lies dazu auch „Die elastische Mittelpositur des Reiters“.

Lasse die Zügel im Schritt so lang wie möglich, damit das Pferd frei schreiten kann.

 

Trabstangen an der Longe

Das Stangen-Workout an der Longe hat verschiedene positive Aspekte. Ohne ein zusätzliches Einwirken des Reiters auf das Pferd, kann sich hier das Pferd lösen, Taktsicherheit gewinnen und durch die Aktivierung der Hinterhand die Rückentätigkeit verbessern.

Das Training an der Longe wird bei jungen Pferden bevorzugt angewendet, doch auch bei älteren Pferden kann es nicht nur Abwechslung in den Alltag bringen, sondern auch zum Muskelaufbau sinnvoll sein.

Der Reiter schult hier auch sein Auge und bekommt ein besseres Verständnis für die biomechanischen Abläufe des Pferdes.

Grundvoraussetzung für das Stangentraining ist der sichere Umgang mit der Longe und der Peitsche.

Die Longe sollte niemals bei der Stangenarbeit auf dem Boden schleifen! Zudem ist geeignetes Hindernismaterial zwingend erforderlich, um Verletzungen und Unfälle zu vermeiden.

Benutze nur ganze Stangen. Aber auch Bodenricks aus Plastik oder Holzblöcke können verwendet werden. Auf keinen Fall sollten Bodenricks verwendet werden, die an der Seite ein Kreuz haben, da hier die Longe hängenbleiben kann.

Das Pferd muss passend an die Stangen und Bodenricks heranlongiert werden. Passen Tempo und Abstände nicht, sollte das Pferd früh genug abgewendet und an den Stangen vorbei longiert werden. Erst wenn Tempo und Abstände passen, kann ein gymnastizierender Effekt erzielt werden.

Wenn du dir unsicher bist, frage einen Reitlehrer oder guten Longenführer, ob er dir helfen kann.

Bei den Übungen auf der gebogenen Linie zeigt sich schnell, welche Seite des Pferdes besser trainiert ist. Lies dir hierzu auch „Natürlich schief oder schon gerade“ durch.

Fällt dein Pferd nach innen und beschreibt den Zirkel kleiner als von dir angedacht, zeigt dies deutlich, dass dein Pferd innen zu wenig Muskulatur hat, um die Schultern korrekt oben zu behalten. Das bedeutet, dass das Brustbein sich dreht, was auch z. B. durch das Verwerfen im Genick sichtbar wird. Hierzu findest du unter „Die Achsensymmetrie“ weitere Informationen.

Auch kann es passieren, dass dein Pferd geradeaus trabt und nicht wie gedacht auf der gebogenen Linie bleibt. Oder den Zirkel etwas vergrößert, sodass du am Ende der Stangen nicht mehr mittig über die Stangen longierst, sondern diese weiter außen überquerst.

Hier fällt es deinem Pferd schwer sich innen zu biegen und die äußeren Muskeln zu strecken.

Trabstangen auf der gebogenen Linie

Stangen auf gebogener Linie sind für den Reiter durch das ständige Lenken schwieriger zu reiten, jedoch für das Pferd leichter zu bewältigen, da es im gebogenen Zustand seine Muskelgruppen teilweise leichter über einen längeren Zeitraum korrekt an- und abspannen kann.

Bei den Übungen auf der gebogenen Linie zeigt sich schnell, welche Seite des Pferdes besser trainiert ist.

Belaste bei den Übungen den inneren Sitzbeinhöcker und treibe mit dem inneren Schenkel an den äußeren Zügel heran. Der äußere Schenkel begrenzt das Pferd und rahmt es ein. Der innere Zügel stellt das Pferd, indem er weich annimmt und nachgibt.

Fällt dein Pferd nach innen und beschreibt den Zirkel kleiner als von dir angedacht, zeigt dies deutlich, dass dein Pferd innen zu wenig Muskulatur hat, um die Schultern korrekt oben zu behalten, das bedeutet, dass das Brustbein sich dreht, was auch durch z. B. das Verwerfen im Genick sichtbar wird.

Hilf deinem Pferd, indem du mit dem inneren Schenkel deutlich mittreibst und bleibe weich und nachgebend am inneren Zügel.

Auch kann es passieren, dass dein Pferd geradeaus trabt und nicht wie gedacht auf der gebogenen Linie bleibt. Oder den Zirkel etwas vergrößert, sodass du am Ende der Stangen nicht mehr mittig über die Stangen reitest, sondern diese weiter außen überquerst.

Hier fällt es deinem Pferd schwer sich innen zu biegen und die äußeren Muskeln zu strecken.

Falls dies passieren sollte, empfehlen wir dir die Übung „Das Pylonen-Viereck“.

Begrenze dein Pferd zudem mit den äußeren Hilfen. Oft fehlt auch lediglich der äußere Zügel.

Denke daran: Übe die Übungen nach einer Pause auf der anderen Hand!

Und schaue stets durch die Pferdeohren auf deinen geplanten Weg.

Miss die Abstände zwischen den Stangen immer von der Mitte der Stange!

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Trabstangen für Pferde sinnvoll?

Warum sind Trabstangen für Pferde sinnvoll?

Über Trabstangen wird der Takt gefördert und überprüft. Für viele Pferde ist es sehr schwer, über einen längeren Zeitraum ein gleichmäßiges Tempo aufrecht zu erhalten. Trabstangen fördern die Koordination und das Gleichgewicht des Pferdes sowie die Konzentration von Pferd und Reiter.

Der Reiter lernt dabei das Gefühl für den korrekten Trab, eine aktive Hinterhand und einen aufgewölbten Rücken zu erspüren. Zudem lernt er locker in positiver Spannung mit den Bewegungen des Pferdes mitzuschwingen.

Die Hinterhand wird aktiviert, da die Pferde ihre Hinterbeine deutlich höher nehmen müssen, um die Stangen zu überwinden und das Zusammenspiel der dorsalen und ventralen Muskelkette gefördert. Somit wölbt sich der Rücken und das Nackenrückenband spannt sich. Auch die Schwebephase wird gefördert. Je elastischer und kraftvoller das Pferd trabt, desto schwungvoller bewegt sich das Pferd.

Ursachen für einen zu eiligen Trab (Verkürzung der Schwebephase) sind meist ein nicht ausbalanciertes Pferd oder ein zu eiliges Grundtempo. Auch Verspannungen können zu einem eiligen Bewegungsablauf führen. Hier helfen Trabstangen, um dem Pferd ein passendes Tempo vorzugeben und die Schwebephase mithilfe der Stangen zu verlängern.

Ursache für einen zu schleppenden Trab kann mangelnde Gehfreude sein. Diese kann mit einem abwechslungsreichen Training z. B. Stangen-Workout, motivierendem Umgang und korrekten Reiterhilfen gelöst werden.

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Magenprobleme beim Pferd

Magenprobleme, Magenschmerzen oder gar Magengeschwüre sind für viele Pferde Alltag. Leider können diese durch die falsche Haltung, Stress und falsche Fütterung, aber auch durch Manipulation an den Dornfortsätzen entstehen bzw. erkannt und behoben werden.

In diesem Video zeige ich dir welcher Dornfortsatz für Magenbeschwerden bei Pferden verantwortlich ist.

Die Dornfortsätze am Widerrist verschieben sich durch das Wälzen über den Widerrist, falsches Aufsteigen, Unfälle und unpassende Sättel.

Bei der Dornmethode wird das Pferd in Statik gebracht. Das ist sehr wichtig bevor das Pferd auftrainiert wird, denn jede Blockade führt dazu, dass sich die falschen Muskeln bilden. Magenprobleme, Magenschmerzen und Magengeschwüre beim Pferd können auch durch einen unpassenden Sattel und falsches Aufsitzen entstehen. Natürlich spielt die Haltung, Fütterung, die Bewegungsstrategie und der Stress eine große Rolle. Das Verschieben der Dornfortsätze gerade am Widerrist kann auch durch das Wälzen über den Rücken entstehen! In meinen Kursen bringe ich dir genau dieses Wissen bei, sodass du den Zusammenhang und das nötige Hintergrundwissen bekommst, um die Pferde gesund zu trainieren. In Riders skew bekommst du genau dieses Wissen an die Hand.

>> Zudem findest du ein Therapeuten Netzwerk hier.

 

Stangenarbeit

Stangenarbeit ist den meisten Reitern ein Begriff. Auch dass sie für Pferde sinnvoll ist und z. B. den Takt verbessert. Doch durch welche Übungen wird der Takt wirklich verbessert? Und welche Übungen sollten nacheinander trainiert werden? Wir zeigen dir Lösungsvorschläge, wie du die verschiedenen Vorteile der Stangenarbeit nutzen und dein Pferd systematisch auftrainieren kannst.

Doch zunächst widmen wir uns den allgemeinen Vorteilen von Stangengymnastik.

Für viele Pferde ist es sehr schwer, über einen längeren Zeitraum ein gleichmäßiges Tempo aufrecht zu erhalten.

Über die Stangenarbeit wird der Takt des Pferdes gefördert und überprüft. Sie fördert die Koordination und das Gleichgewicht sowie die Konzentration von Pferd und Reiter.

Der Reiter lernt dabei das Gefühl für den korrekten Trab, und um eine aktive Hinterhand und einen aufgewölbten Rücken zu erspüren. Zudem lernt er locker in positiver Spannung mit den Bewegungen des Pferdes mitzuschwingen.

Die Hinterhand wird aktiviert, da die Pferde ihre Hinterbeine deutlich höher nehmen müssen, um die Stangen zu überwinden und das Zusammenspiel der dorsalen und ventralen Muskelkette wird gefördert. Somit wölbt sich der Rücken und das Nackenrückenband spannt sich.

Doch wie kann dein Pferd systematisch die Muskulatur korrekt aufbauen? Dies zeigen wir dir hier. Die Übungen sind methodisch aufeinander aufbauend gestaltet und je nach Schwierigkeitsgrad mit einem bis drei Sternen markiert. Zudem findest du hier in der App Exkurse zu bestimmten Themen und Vorschläge, welche weiteren Übungen zum aktuellen Zeitpunkt sinnvoll wären.

Doch zunächst schauen wir uns die Begrifflichkeiten an.

Kurze Erklärung zu den Muskelketten:

Die Skelettmuskulatur arbeitet über Muskelketten. Diese verbinden verschiedene Regionen des Körpers miteinander und führen die Bewegungen des Pferdes aus. Die dorsale und ventrale Muskelketten sind die beiden bekanntesten – sie arbeiten antagonistisch (gegensätzlich) zueinander.

Die dorsale Muskelkette:

Bezeichnet die Muskeln, die sich dorsal (am Rücken des Pferdes) befinden, beginnend mit dem oberen Halsmuskel, gefolgt von dem Nacken- und Rückenbandsystem, der oberen Kruppenmuskulatur und der Muskulatur der Lende. Weitere wichtige Muskeln sind die hinteren Oberschenkelmuskeln, die ebenfalls zur dorsalen Muskelkette gehören.

Die ventrale Muskelkette:

Sie verläuft an der ventralen (Bauch-) Seite des Pferdes. Zu ihr gehören die unteren Halsmuskeln, die Bauchmuskeln, die Beuger des Übergangs von der Brustwirbelsäule zur Lendenwirbelsäule, die Beuger des Lumbosakralgelenks und die vorderen Oberschenkelmuskeln.

Die ventrale Halsmuskelkette arbeitet eng mit der abdominalen (Bauch) Muskelkette zusammen; dabei verstärken sie sich gegenseitig. Die abdominale Muskelkette setzt sich aus mehreren Muskelschichten zusammen, die sich in mehreren Ebenen kreuzen. Sie zieht sich vom Brustbein über die Rippen bis hin zum Becken- und Leistenbereich.

Ohne die korrekte Arbeit der oben genannten Funktionsketten kann das Pferd keine Trag- und Schubkraft entwickeln und bildet eine kompensatorische Muskulatur.

Dies bedeutet, dass statt der korrekten Bemuskelung einzelne Muskeln die Arbeit von schwächer ausgebildeten Muskeln übernehmen, um die täglichen Bewegungen zu meistern. Dies kann von falschem Reiten, jedoch auch von Blockaden und Verspannungen herrühren. Dauern die Blockaden und die falsche Bemuskelung zu lange an, kann sich dies negativ auf Sehnen und Bänder auswirken, was zu Reizungen oder auch Rissen in den Sehnen führen kann.

Deshalb empfiehlt es sich, ein besonderes Augenmerk auf den korrekten Muskelaufbau eines Pferdes zu legen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob die Muskulatur deines Pferdes korrekt ist, kannst du deinen Tierarzt oder Physiotherapeuten zu Rate ziehen.

Während der gesamten Stangenarbeit solltest du immer wieder überprüfen, ob dein Pferd die korrekten Muskeln benutzt und ein korrektes Bewegungsmuster hat.

Dafür benötigt das Pferd ein gutes Zusammenspiel der Hinter- und Vorhand. Diese können wir auch als hinteres und vorderes Bewegungszentrum benennen.

Schauen wir uns zunächst die beiden Bewegungszentren an:

Das vordere Bewegungszentrum (die Vorhand) besteht aus den 3 aktiven Muskelketten: dem Rumpfträger, der für das Anheben des Brustkorbs verantwortlich ist, dem Oberhals und dem geraden Bauchmuskel. Diese 3 Muskelketten sind für die Übertragung der Bewegungsenergie aus der Hinterhand zuständig. Nur wenn das vordere Bewegungszentrum aktiv getragen wird, entstehen keine Schäden an den Beinen oder dem Rücken.

Das hintere Bewegungszentrum (die Hinterhand) besteht aus der Kruppenmuskulatur, der geraden und schrägen Bauchmuskulatur und der inneren Lendenmuskulatur. Ein aktives Untertreten und eine korrekte Lastaufnahme sind nur dann gegeben, wenn das Becken sich nach hinten unten drehen kann.

Das Zwerchfell verbindet die beiden Bewegungszentren miteinander. Nur wenn das Pferd in einer positiven Spannung geritten wird, kann es ohne Schmerzen ein gesundes Leben führen.

Vorteile des Stangen-Workouts auf einen Blick:

  • Verbesserung der dorsalen und ventralen Muskelkette
  • Verbesserung von Takt, Losgelassenheit, Anlehnung
  • Förderung der Konzentration und Koordination sowie Kondition
  • Aktivierung der Hinterhand
  • Stärkung der äußeren Muskelschlingen an der Hinterhand
  • Stärkung des Schultergürtels und Beckengürtels
  • Anheben des Brustbeins (leicht werden in der Vorhand)
  • Verbesserung der Hankenbeugung
  • Obere Verspannung bildet sich aus/Oberlinie verbessert sich
  • Verbesserung des Geraderichtens des Pferdes
  • Verbesserung der Durchlässigkeit
  • Verbesserung der Trag- und Schubkraft
  • Verbesserung der Tempi

Das Stangen-Workout wirkt nur dann positiv, wenn der Bewegungsablauf korrekt durchgeführt wird!

Das Stangen-Workout ist für das Pferd sehr anstrengend, Daher sollte es nicht länger als 15 min am Stück dauern.

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Der Reitersitz

Der Sitz des Reiters ist die Grundlage für jede Form der Einwirkung auf das Pferd. Alle erlernten Hilfen können nur mit einem guten Sitz korrekt ausgeführt werden. Dafür ist eine elastische Mittelpositur wichtig, da alle Bewegungen der Gliedmaßen davon abhängen.

 

Doch was ist die Mittelpositur eigentlich?

 

Die Mittelpositur wird durch die Rumpfmuskulatur (Bauch- und Rückenmuskulatur) bestimmt. Durch ein An- und Abspannen der Muskelgruppen bewegt sich die Hüfte des Reiters. Er sollte geschmeidig mit den Bewegungen des Pferdes mitgehen können, was aber nicht bedeutet, dass die Hüfte nach vorne und hinten schwingt, sondern die Bewegung nach oben und unten initiiert, damit Beine und Arme unabhängig von deren Bewegung benutzt werden können. Liegen Verspannungen oder Blockaden vor, versucht der Reiter z.B. durch Hochziehen der Beine oder Verspannungen im Oberschenkel das Gleichgewicht zu halten. Auch nach außenstehende Ellbogen zeigen auf, dass die Hüfte nicht elastisch mit den Bewegungen des Pferdes mitgehen kann. Weitere Indizien können ein zu starkes Wippen im Oberkörper sein oder viel Bewegung im Oberkörper oder natürlich ein Schieben oder Schwingen der Hüfte.

In der heutigen Zeit spielen Bewegungsmangel und Blockaden durch sitzende Tätigkeiten eine große Rolle. Deshalb kann ich nur jedem Reiter empfehlen, sich ausreichend zu bewegen oder bei sitzenden Tätigkeiten einen Stuhl zu wählen, der daran hindert still zu sitzen.

In diesem Zusammenhang spielt auch der Besuch bei einem Physiotherapeuten eine wichtige Rolle, um eventuelle Blockaden, die sich schon nach einiger Zeit durch fehlende Bewegung einstellen können, zu lösen.

 

Auch Yoga, Schwimmen und Fahrradfahren können die Haltung deutlich verbessern.

 

Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Bälle und Stühle, die die Mittelpositur elastisch halten.

In dieser Ausgabe von RIDE WITH A SMILE geht es, um den Reitersitz.
 
 

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Die Achsensymmetrie des Pferdes

Die Achsensymmetrie des Pferdes

 

Um anderen Reitern zu helfen oder auch den eigenen Sitz zu schulen, ist es wichtig die Achsensymmetrie zu verstehen. Auch für Reitlehrer ist es sehr wichtig, das eigene Auge zu schulen. Verwirft sich z.B. ein Pferd im Genick, steht die Achse zwischen Genick und Nase schief. Sie ist nicht mehr symmetrisch zur Beinachse (Brust-Huf). Ist das Verwerfen einem zu starken inneren Zügel geschuldet reicht es normalerweise aus, wenn der innere Zügel deutlich nachgibt und das Pferd statt am inneren Zügel am äußeren Zügel steht. Somit begradigt sich die Nasenlinie und die Achsen sind wieder symmetrisch.

Liegt es jedoch nicht am inneren Zügel, sondern bleibt das Pferd während des Trainings weiterhin mit verworfenem Genick in dieser asymmetrischen Haltung, sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden, da es sich um eine Verspannung oder Blockade handeln könnte.

Betrachtet man ein Pferd von vorne, sollten Nasenlinie, Beinachse und Brustachse (Hals-Brustbein) symmetrisch zu einander stehen.

Sind Nasen- und Brustlinie nach außen verdreht, handelt es sich um ein verdrehtes Brustbein. In diesem Fall ist der äußere Schultergürtel nicht stabil genug ist, um der Schwer- und Fliehkraft entgegen zu wirken.

Stimmen Nasenlinie und Brustachse – sind diese also senkrecht zum Boden – die Beinachsen jedoch schief, deutet dies auf eine verspannte oder passiv abgesenkte Vorhand hin. Hierbei sollten die Bewegungszentren nochmals überprüft und wenn nötig von einem Fachmann behandelt werden.

Man spricht in solchen Fällen auch davon, dass das Pferd auf die Schulter fällt“. Dies ist auch daran erkennbar, dass die Hufe des Pferdes schief abgelaufen sind; weil beim Abbiegen oder Drehen die innere Schulter nicht frei nach oben führt, sondern das innere Vorderbein stehen bleibt, über die Seitenwand dreht und mit der äußeren Schulter kreuzt.

Erst wenn die Achsen symmetrisch zueinander sind, kann man von einem gesund gerittenen Pferd sprechen. Schiefe Achsen sind ein Zeichen dafür, dass das Pferd nicht korrekt stabilisiert ist und nicht mit seiner positiven Spannung der Schwerkraft entgegenwirken kann. Liegt eine Verspannung vor, ziehen Sie einen Fachmann zu Rate.

Die gebogene Linie sowie die Seitengänge sind die effektivste Möglichkeit die Bewegungszentren zu synchronisieren. Je koordinierter und kräftiger das Pferd ist, desto korrekter und auch enger kann die Biegung geritten werden.

Wird ein Pferd nicht korrekt stabilisiert in der Wendung, treten langfristig unausweichliche Belastungsschäden auf.

 

Wird die Beinachse an der Fessel unterbrochen können verschiedene Krankheiten auftreten.

  • Hufgelenks- und Hufrollenentzündung
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Veränderungen des Ringbandes
  • Fesselträgerschäden
  • Entzündungen der Brustwirbelsäule

Wird zudem die Kopf- und Brustachse schräg können weitere Krankheiten auftreten:

  • Probleme im Kiefergelenk und Genick
  • Veränderungen in der Halswirbelsäule
  • Verhärtete Rückenmuskeln und Schäden an den Dornfortsätzen

Wir erkennen dies auch an:

  • Ungleich abgelaufenen Hufen
  • Streifen der Fesselköpfe
  • Durchtrittigkeit und Stolpern

Stimmen die Beinachsen der Hinterbeine nicht und das Pferd tritt mehr Richtung Zentrum oder außen an der Spur des Vorderbeins vorbei und nicht in die Spur des Vorderbeins hinein, treten zu den schon genannten Krankheiten folgende Krankheitsbilder auf:

  • Blockaden im ISG
  • Spat
  • Lockere Kniebänder
  • Verspannungen der Lendenmuskulatur

 

Hol dir gleich den passenden Key:

> zu den 6 Keys

 

 

 

 

 

 

 

Als ich fast im Dreck landete, aber den Reitersitz verstanden hatte

„Ich zeig dir wie das geht!“ verkündete mein Schmied und so saß ich unverhofft schnell auf dem Schoß meines Hufschmiedes, umgeben von Pferden und dem Geruch nach verkohltem Horn.

 

“Setz dich mal gerade hin”, sagte er. Ich positionierte mich, Schultern gerade und beide Sitzbeinhöcker auf den Knien des Schmiedes…

 

Ganz schön unangenehm. Hatte er so spitze Knie?

 

„Nun reite mal eine rechts Biegung.“ meinte er. Ich hatte so Angst was falsch zu machen, deshalb setzte ich mich so hin, wie man das eben immer so gelernt hat.

 

Ich dreht mich in die Wendung, obwohl ich es immer anders machte, aber die Selbstzweifel waren zu groß.

 

Mit einem Mal zog er sein rechtes Bein weg und ich lag im Dreck.

Nicht ganz er fischte mich kurz vor dem Aufprall auf und hob mich wieder auf seine Knie.

 

„Du saßt ja gar nicht auf deinem inneren Sitzbeinhöcker“ grinste er.

 

Ich schüttelte den Kopf. So peinlich….

 

Dann zeigte er mir den Trick, um in Leichtigkeit in die Biegung zu reiten. Und siehe da, es ist die schönste Art, leicht und locker in jede Wendung zu reiten.

 

Wie das funktioniert zeige ich dir in einem Video. Den Link findest du im Magazin.

 

In dieser Ausgabe von RIDE WITH A SMILE geht es, um den Reitersitz.
 

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Hinterhand aktivieren

Die aktive Hinterhand wird oft mit Schubentwicklung verwechselt. Dabei kann die Hinterhand nur aktiv werden, wenn sie abkippen kann. Damit das Drehen der Hinterhand aber funktioniert, ist es wichtig zu wissen, welche Muskeln daran beteiligt sind. Zudem hat die Lende hier eine ganz besondere Bedeutung, denn bei ca. 80% der Pferde ist die Hinterhand nicht korrekt gedreht, da eine Verspannung in der Lendenmuskulatur vorliegt.

Schwung und Aktivierung der Hinterhand

Vierter Punkt der Ausbildungsskala: Schwung (FN) und Aktivierung der Hinterhand (EWU)

Pferde brauchen für die Anlehnung eine aktiv unter den Schwerpunkt tretende Hinterhand. Durch energisches Vorwärtsreiten wird die Schubkraft des Pferdes in der klassischen Reitweise entwickelt, um später in Tragkraft umgewandelt zu werden.

Geht ein Pferd losgelassen und mit Schwung, ist es für den Reiter sehr bequem zu sitzen, da es den Reiter in der Bewegung mitnimmt. Die Bewegung ist weich und harmonisch.

Der Bewegungsimpuls des Pferdes kommt aus der Hinterhand, die energisch abfußt und wird nach vorne-oben gerichtet. Das Pferd soll also größere und höhere Tritte/Sprünge machen. Das Pferd vermittelt dabei den Eindruck, es würde bergauf laufen, da die Vorhand leicht wird und sich das Brustbein hebt.

Merke: Schwung ist die energische Übertragung der Kraft aus der Hinterhand auf die Vorwärts-Aufwärts- Bewegung.

In der klassischen Reitweise wird der Schwung in erster Linie im Trab entwickelt.

Westernpferden ermöglicht die aktiv tretende Hinterhand, auf kleinstem Raum zu wenden, aus dem Stand vorzuschnellen sowie den Reiter in niedrigem Tempo auszubalancieren und zu tragen.

Die Dynamik muss im Trab und Galopp gefördert werden.

Wir aktivieren die Hinterhand in dieser App durch das Rückwärtsrichten, mithilfe eines Stoppschildes und eines Kleeblattes und durch deutliche Lastaufnahme auf dem Zirkel. Wir stärken die Schubkraft durch Schulterherein, Tempowechsel, Übergänge und Stangenarbeit.

Mit der Entwicklung des Schwungs beginnt die Weiterentwicklung des Reitpferdes hin zu einem Sportpferd, da die Bewegungszentren mehr positive Spannung übernehmen als für eine Gesunderhaltung nötig ist. Was aber nicht bedeutet, dass nun alle Freizeitreiter das Buch wieder zuklappen. Je weiter ausgebildet das Pferd ist, desto länger kann es auch gesund bleiben. Zudem helfen die weiteren Übungen auch Freizeitpferden, deren Besitzer keine sportliche Ambition haben.

Das Pferd beginnt seine Muskulatur nun umzubilden. So wird die Unterlinie straffer und die Oberlinie wird voller. Die Vorhand öffnet sich immer weiter und die Hinterhand schließt sich immer mehr.

Die positive Körperspannung des Pferdes

Hebt sich der Brustkorb, ist das Nackenrückenband gedehnt und der Hals und Kopf senken sich.

Hängt die Vorhand passiv gesenkt, dehnt sich zwar auch der Hals vorwärts-abwärts, jedoch kann sie die Schultern nicht mehr heben.

Bei dem Symptom „das Pferd fällt auf die Schulter“ ist das Brustbein nicht angehoben, sondern abgesenkt.

Muss das Pferd nun über eine Stange oder eine Unebenheit treten, stolpert es oder es hilft der Unterhalsmuskel mit, um die Vorhand anzuheben.

Dies erkennt man z.B. an einem plötzlich hochschnellenden Kopf auch bei Übergängen. Der Rücken sinkt ab und das Pferd verspannt sich.

 

Bei einer positiven Spannung ist die Vorhand angehoben, ohne zu verspannen. Verspannungen entstehen immer, wenn die Halsmuskulatur der Vorhand helfen muss. Senkt sich die Vorhand ab, hat die Muskulatur keine Spannung mehr und das Pferd wirkt schlaff und läuft in den Boden hinein.

 

Die Hinterhand kann sich kopfwärts und schweifwärts drehen. Von einem Abkippen oder aktivem Untertreten spricht man, wenn sich die Hinterhand schweifwärts dreht. Dreht sie sich kopfwärts, senkt sich wieder der Rücken und Blockaden im Lendenbereich und im Iliosakralgelenk sind die Folge.

 

Durch ein korrektes Drehen der Bewegungszentren kann die positive Spannung der Schwerkraft entgegenwirken. Arbeiten beide Bewegungszentren (Vor- und Hinterhand) miteinander, entsteht ein Spannungsbogen. Dieser ist verantwortlich für einen federnden und leichten Gang des Pferdes. Hier spricht man von einem Pferd, das an den Hilfen steht und sich selbst trägt.

 

Diesen positiven Spannungsbogen herzustellen ist die erste Aufgabe des Reiters bei jedem Training. Später wird dieser Mechanismus weiterentwickelt, was dann zur Kadenz und Versammlung oder zu einer Rahmenerweiterung führt.

 

Zudem ist das Zwerchfell die verbindende Muskulatur der beiden Bewegungszentren. Ist es verspannt, führt es zu Problemen der Atmung, Verspannungen des Lendenbereiches und der Bauchmuskeln, was bei einem Wallach oder Hengst Schlauchgeräusche mit sich bringt.

Der Rückenmuskel trägt nicht mehr und das Pferd versucht, die geforderte Übung mit den Bauchmuskeln zu kompensieren. Durch die ständige Anspannung der Bauchmuskulatur, kann der Rückenmuskel sich nicht mehr anspannen. Ziel sollte ein lockeres wechselseitiges An- und Abspannen der dorsalen und ventralen Muskelkette sein.

 

Die Skelettmuskulatur arbeitet über Muskelketten. Diese verbinden verschiedene Regionen des Körpers miteinander und führen die Bewegungen des Pferdes aus. Die dorsale und die ventrale Muskelkette sind die beiden bekanntesten – sie arbeiten antagonistisch zueinander.

 

Die dorsale Muskelkette:

Bezeichnet die Muskeln, die sich dorsal (am Rücken des Pferdes) befinden, beginnend mit dem oberen Halsmuskel, gefolgt von dem Nacken- und Rückenbandsystem, der oberen Kruppenmuskulatur und der Muskulatur der Lende. Weitere wichtige Muskeln sind die hinteren Oberschenkelmuskeln, die ebenfalls zur dorsalen Muskelkette gehören.

 

Kurz gesagt: Alle Muskeln, die von der Sonne beschienen werden, gehören zur dorsalen Muskelkette.

 

Die ventrale Muskelkette:

Somit können wir sagen: alle Muskeln, die im Schatten liegen, gehören zur ventralen Muskelkette.

 

Sie verläuft an der Bauchseite des Pferdes. Zu ihr gehören die unteren Halsmuskeln, die Bauchmuskeln, die Beuger des Übergangs von der Brustwirbelsäule zur Lendenwirbelsäule, die Beuger des Lumbosakralgelenks und die vorderen Oberschenkelmuskeln.

Die ventrale Halsmuskelkette arbeitet eng mit der abdominalen (Bauch) Muskelkette zusammen; dabei verstärken sie sich gegenseitig.

Die abdominale Muskelkette setzt sich aus mehreren Muskelschichten zusammen, die sich in mehreren Ebenen kreuzen. Sie zieht sich vom Brustbein über die Rippen bis hin zum Becken- und Leistenbereich.

Ohne die korrekte Arbeit der oben genannten Funktionsketten kann das Pferd keine Traglast und Schubkraft entwickeln und bildet eine kompensatorische Muskulatur.

 

 

Dies bedeutet, dass statt der korrekten Bemuskelung einzelne Muskeln die Arbeit von schwächer ausgebildeten Muskeln übernehmen, um die täglichen Bewegungen zu meistern.

Dies kann durch nicht korrektes Reiten vorkommen, jedoch auch von Blockaden und Verspannungen herrühren. Dauern die Blockaden und die falsche Bemuskelung zu lange an, wirkt sich dies negativ auf Sehnen und Bänder aus, was zu Reizungen oder auch Rissen in den Sehnen führen kann.

Deshalb empfehle ich immer, ein besonderes Augenmerk auf den korrekten Muskelaufbau eines Pferdes zu legen. Während des gesamten Trainings solltest du immer wieder überprüfen, ob dein Pferd die richtigen Muskeln benutzt und ein korrektes Bewegungsmuster zeigt.

 

Dafür benötigt das Pferd ein gutes Zusammenspiel der Hinter- und Vorhand.

 

Bei Pferden mit einem niedrigen Grundtempo sollte der Reiter die Anspannungsphase durch Aktivierung und Motivation fördern. Die Entspannungsphase wird nicht weiter fossiert. Bei sehr agilen Pferden, die eher zur Anspannung neigen, sollte die Entspannungsphase gefördert und die Anspannungsphase durch Ruhe und eher stoisches Gleichmaß beruhigt werden.