Passiv stabilisierte Pferde: Warum mehr Training oft nicht die Lösung ist

Du trainierst.

Du gymnastizierst.

Du arbeitest an Tragkraft, Balance und Losgelassenheit.

Und trotzdem fällt dein Pferd immer wieder in dieselben Bewegungsmuster zurück.

Der Rücken wird fest.

Die Hinterhand bleibt passiv.

Der Unterhals übernimmt die Arbeit.

Oder bestimmte Lektionen funktionieren nur kurzfristig.

Kommt dir das bekannt vor?

Dann könnte die Ursache tiefer liegen als mangelnde Muskulatur oder fehlendes Training.


Wenn Stabilität aus den falschen Strukturen kommt

Viele Pferde lernen im Laufe ihres Lebens, ihren Körper über passive Strukturen zu stabilisieren.

Anstatt Muskulatur aktiv einzusetzen, nutzen sie Bänder, Gelenke und fasziale Spannungsmuster, um sich Halt zu verschaffen.

Das funktioniert.

Zumindest kurzfristig.

Der Preis dafür zeigt sich jedoch häufig später:

  • mangelnde Tragkraft
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • wiederkehrende Kompensationen
  • Schwierigkeiten beim Muskelaufbau
  • Probleme in Balance und Koordination

Das Pferd bewegt sich.

Aber nicht optimal.


Warum gute Übungen allein manchmal nicht reichen

Vielleicht kennst du das:

Du arbeitest an der Aktivierung der Hinterhand.

An der Rumpftragekraft.

An einer besseren Oberlinie.

Die Übungen sind sinnvoll.

Die Ausführung stimmt.

Und dennoch scheint die Veränderung nicht dauerhaft zu sein.

Warum?

Weil Bewegung nicht nur von Muskeln gesteuert wird.

Sondern vor allem vom Nervensystem.

Der Körper greift immer wieder auf Muster zurück, die ihm vertraut erscheinen.

Selbst dann, wenn diese Muster biomechanisch ungünstig sind.


Hier kommen Trainingstapes ins Spiel

Trainingstapes sollen den Körper nicht festhalten.

Sie sollen ihn nicht korrigieren.

Und sie sollen schon gar nicht Training ersetzen.

Ihre Aufgabe ist eine andere:

Sie lenken Aufmerksamkeit.

Auf bestimmte Regionen.

Auf bestimmte Muskelketten.

Auf Bereiche, die das Pferd bisher möglicherweise kaum wahrgenommen hat.

Dadurch können neue Bewegungsimpulse entstehen.

Neue Erfahrungen.

Neue Möglichkeiten.


Das Ziel: Wahrnehmung schaffen

Jennifer Wilfling beschreibt Tapes deshalb nicht als Stütze.

Sondern als Informationsgeber.

Die Wirkung erfolgt über Haut, Faszien und das Nervensystem. Die Reize können Einfluss auf die Propriozeption, die Körperhaltung, den Muskeltonus und die Körperwahrnehmung nehmen.

Das macht Taping besonders interessant für Pferde, die:

  • sich schwer tragen
  • immer wieder dieselben Kompensationen zeigen
  • Schwierigkeiten mit Balance haben
  • ihren Körper nur unzureichend koordinieren können

Jede Tapeanlage verfolgt ein anderes Ziel

Ein spannender Aspekt von Jennys Seminar:

Es geht nicht um „ein Tape für jedes Problem“.

Sondern darum zu verstehen, welche Struktur du überhaupt unterstützen möchtest.

Beispiele aus der Masterclass:

Gluteus-Tape

Zur Verbesserung der Schubentwicklung und Aktivierung der Hinterbeine. Besonders interessant bei Pferden, die Schwierigkeiten haben, die Hinterhand aktiv einzusetzen.

LSÜ-Tape

Für den Bereich des lumbosakralen Übergangs. Ziel ist unter anderem eine bessere Wahrnehmung der Kruppenregion, eine Aktivierung der dorsalen Muskelkette sowie Verbesserungen in Übergängen und im Galopp.

Bauchmuskel-Tape

Zur Unterstützung der ventralen Muskelkette und Förderung eines besseren Bauchmuskeltonus. Besonders spannend bei Pferden mit Senkrücken oder mangelnder Rumpfstabilität.

Serratus-Tape

Für Pferde mit Trageschwäche, ausgeprägtem Unterhals oder Problemen, die Halsbasis sinnvoll anzuheben.

Nackenstrecker-Tape

Kann Pferde unterstützen, die sich gerne einrollen, eine zu enge Halsung zeigen oder Schwierigkeiten haben, ehrlich an die Hand heranzutreten.


Der häufigste Fehler beim Taping

Viele fragen:

„Welches Tape brauche ich für Problem X?“

Doch genau diese Denkweise greift oft zu kurz.

Die bessere Frage lautet:

Warum zeigt mein Pferd dieses Bewegungsmuster überhaupt?

Denn dieselbe Auffälligkeit kann völlig unterschiedliche Ursachen haben.

Deshalb beginnt sinnvolles Taping immer mit Analyse.

Mit Beobachtung.

Mit Verständnis.

Erst danach folgt die Auswahl einer Tapeanlage.


Es geht nicht um das Tape

Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis aus Jennys Seminar.

Das Tape ist nicht die Lösung.

Das Tape ist ein Werkzeug.

Ein Werkzeug, um dem Pferd zusätzliche Informationen über seinen Körper zu geben.

Ein Werkzeug, um Bewegungslernen zu unterstützen.

Ein Werkzeug, um Training bewusster zu gestalten.

Denn manchmal braucht ein Pferd nicht mehr Übungen.

Sondern bessere Informationen.


Du möchtest lernen, wie Trainingstapes gezielt eingesetzt werden?

In der Masterclass „TAPE THE BODY – Trainingstapes für passiv stabilisierte Pferde“ zeigt Jennifer Wilfling Schritt für Schritt die Grundlagen, Wirkweisen, Indikationen und konkreten Tapeanlagen für verschiedene Stabilisationsmuster.

Vielleicht verändert ein Tape nicht dein Pferd.

Aber vielleicht verändert es die Art, wie dein Pferd seinen Körper wahrnimmt.

Und genau dort beginnt oft echte Veränderung. 🐴✨

 

Tape The Body

Was, wenn dein Pferd nicht mehr Kraft braucht – sondern bessere Informationen über seinen eigenen Körper? In dieser Masterclass zeigt dir Jennifer Wilfling, wie Trainingstapes die Körperwahrnehmung unterstützen und warum Bewegung oft schon lange vor dem Muskel beginnt. Entdecke, wie kleine Reize große Veränderungen im Bewegungsmuster bewirken können.

Du möchtest tiefer eintauchen?

Diese Masterclass ist Teil einer größeren Reise.

Wenn du nicht nur dieses Thema verstehen möchtest, sondern lernen willst, dein Pferd Schritt für Schritt nach den Prinzipien von RIDE WITH A SMILE zu analysieren und gesundheitsfördernd zu trainieren, dann bist du herzlich eingeladen, Teil unserer Skool Community zu werden.

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Vielleicht suchst du nicht nach einer weiteren Methode.

Vielleicht suchst du nach dem Blick, der plötzlich Sinn ergibt.

Und vielleicht beginnt genau hier eine neue Art, dein Pferd zu sehen. 🐴✨

RIDE WITH A SMILE – Weil Verständnis der Anfang von Veränderung ist.

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Alle Masterclasses der Biomechanikreihe sind bereits in RIDE WITH A SMILE enthalten. Mit deiner Mitgliedschaft erhältst du Zugriff auf die komplette Masterclass-Bibliothek sowie auf viele weitere Kurse, Trainingspläne, Live-Calls und exklusive Inhalte rund um gesunderhaltendes Pferdetraining.

Jennifer Wilfling – deine Dozentin

Dorn-Osteopathie, Manuelle Therapie, Pferdearomatherapie nach Daniöla

(Teilnehmende von GOLDEN MOMENTS)

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